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Was ist eine eSIM?

• Autor: Redaktion

Normale SIM-Karten in Mobiltelefonen und anderen Geräten überwiegen zwar weiterhin, doch eSIMs werden immer verbreiteter. Auch die Zahl der Geräte, die diese Technologie unterstützen, nimmt zu. Was ist eigentlich eine eSIM? Was ändert sich durch die schrittweise Abkehr von den herkömmlichen Plastikkarten? Und welche Vorteile und Nachteile bietet die eSIM?

Was ist eSIM, Einleitung, Quelle: pexels.com

Was ist eSIM – INHALT

  1. Was ist eSIM?
  2. eSIM vs. SIM
  3. Wie steht es um die Sicherheit bei eSIM?
  4. Vorteile der eSIM
  5. eSIM und Mobilfunkanbieter
  6. Mobiltelefone und Geräte mit eSIM
  7. eSIM-Aktivierung auf iPhone und Android: schnell und ohne Plastik
  8. Wie entfernt man eine eSIM beim Verkauf oder Verleih eines Handys?

Was ist eSIM?

Die eSIM-Karte ist ein eigenständiger Chip – eine virtuelle SIM –, der direkt in die Hauptplatine von Mobiltelefonen oder beispielsweise auch in Smartwatches eingebaut ist. Sie ersetzt die klassische Plastikkarte, wodurch das Einlegen einer SIM in den entsprechenden Slot entfällt.

eSIM, Quelle: pexels.com
Die eSIM ist keine Plastikkarte mehr, sondern Teil des Smartphones in Form eines Chips, Quelle: pexels.com.

Keine Sorge – die Möglichkeit, das Mobilgerät oder die Telefonnummer zu wechseln, geht dadurch nicht verloren. Auf den im Gerät eingebauten Chip können Sie Ihr Profil ganz einfach herunterladen oder wieder löschen. Wie funktioniert eSIM eigentlich?

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eSIM vs. SIM

Die klassische SIM-Karte ist ein kleines Stück Plastik mit Chip, das Ihre mobile Identität speichert. Wenn sie beschädigt oder verloren geht, bleibt nur der Weg zum Anbieter, um eine neue Karte zu bekommen. Die eSIM macht es deutlich smarter: Sie ist bereits fest im Telefon verbaut, und Sie können Ihr Profil ganz einfach über das Internet laden – meist durch das Scannen eines QR-Codes Ihres Mobilfunkanbieters. Der ganze Vorgang dauert nur wenige Minuten und kann bequem zu Hause durchgeführt werden, ohne einen Shop besuchen zu müssen.

Auch für die Hersteller sind klassische SIM-Karten zunehmend unpraktisch, da sie in ihre Geräte spezielle Slots einbauen müssen. Diese sind technisch aufwendig, benötigen zusätzlichen Strom und sind häufige Ursachen für Reklamationen. Schwachstellen stellen sie zudem bei wasserfesten Smartphones dar, da sie eine besonders dichte Abdichtung erfordern. Ein typisches Beispiel für ein Smartphone ohne Slot, das für die Nutzung einer eSIM ausgelegt ist, ist das neue iPhone Air von Apple.

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Wie steht es um die Sicherheit bei eSIM?

Klassische SIM-Karten werden von den Betreibern als fertige Plastikkarten mit festen Aktivierungsdaten bestellt. Die eSIM hingegen funktioniert vollständig digital: Das Profil wird per verschlüsselter Verbindung auf das Gerät geladen. Zur besseren Datensicherheit wird das Profil mit seiner eindeutigen ICCID-Nummer beim Hersteller erst dann freigegeben, wenn der Nutzer dies anfordert (per QR-Code oder Eingabe der eID). Jedes Profil ist einzigartig – wenn Sie es auf ein anderes Gerät übertragen möchten, stellt Ihnen der Anbieter einen neuen Code aus. Das erhöht die Sicherheit erheblich und verhindert das Klonen von SIMs. Voraussetzung ist jedoch eine Internetverbindung des Geräts.

Eingebaute eSIM-Chips kommen daher nicht nur in Mobiltelefonen zum Einsatz, sondern auch in Zubehör (also im Bereich der sogenannten tragbaren Elektronik oder Wearables) sowie in Autos. Und genau hier kommt das Internet der Dinge ins Spiel – die Vernetzung verschiedenster Geräte, die Daten austauschen und miteinander kommunizieren, ohne dass Sie eingreifen müssen. Das ist ein wenig wie ein Orchester ohne Dirigent: Jedes Instrument spielt seine eigene Melodie, doch zusammen entsteht eine Harmonie, dank der Ihr Auto automatisch den Batteriestatus sendet und Ihre Smartwatch Sie darauf hinweist, dass Sie schon zu lange sitzen.

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Vorteile der eSIM

Die integrierte virtuelle SIM bietet zahlreiche Vorteile – zu den wichtigsten gehören:

  • Lösung der Probleme beim Einlegen herkömmlicher SIM-Karten in bestimmte Geräte (Sensoren, Messgeräte, Smartwatches usw.).
  • Verbesserte Wasserbeständigkeit der Geräte.
  • Keine Reklamationen mehr wegen defekter SIM-Slots.
  • Platzersparnis im Smartphone.
  • Aktivierung der SIM ohne Besuch einer Filiale des Mobilfunkanbieters.
  • Ein Profil kann mehrere eSIMs verwalten (z. B. Zusatzgeräte oder mehrere Anbieter).
  • Dual-SIM wird einfacher – nur das Herunterladen der Daten ist nötig.
  • Einfacherer Wechsel des Mobilfunkanbieters.
  • Leichterer Erhalt einer SIM außerhalb der EU-Länder.
eSIM, Quelle: pexels.com
Klassische SIM, Quelle: pexels.com.

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eSIM und Mobilfunkanbieter

Ein großer Vorteil der eSIM ist, dass sie den Wechsel des Mobilfunkanbieters deutlich erleichtert. Auf einem einzigen Chip können mehrere Profile gespeichert werden, zwischen denen Sie je nach Bedarf umschalten können – aktiv ist immer nur eines, doch mehrere Optionen „in Reserve“ zu haben, ist praktisch.

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Prepaid-eSIM-Karte

Die Nutzung der eSIM steht auch Prepaid-Kunden offen. Eine Prepaid-eSIM-Karte ist derzeit bei allen großen Anbietern erhältlich. Ihre Handhabung – etwa das Aufladen – ist identisch mit der einer klassischen Plastikkarte.

Zum Beispiel ermöglicht T-Mobile heute die Aktivierung der eSIM sowohl in Smartphones als auch in Smartwatches – somit kommen Apple Watch und Galaxy Watch ganz ohne physische Karte aus. Alles lässt sich bequem online erledigen, sodass der Nutzer sich weder um Plastikkarten noch um SIM-Schächte kümmern muss.

Der Anbieter O2 unterstützt neben iPhones und Samsung-Geräten auch ausgewählte Modelle der Google Pixel-Serie. Das Unternehmen bietet eSIMs nicht nur für Vertragstarife, sondern auch für Prepaid-Dienste an – somit können auch Kunden, die lieber mit Guthaben statt mit monatlichem Tarif arbeiten, eSIM nutzen.

Der dritte große Anbieter, Vodafone, gehörte zu den ersten, die eSIM eingeführt haben. Heute ist sie praktisch in allen Diensten verfügbar – sowohl in Smartphones als auch in weiteren Geräten – inklusive der Möglichkeit der Prepaid-Nutzung.

Auch virtuelle Betreiber schließen sich der digitalen Entwicklung an. Mobil.cz bietet bereits eSIMs an, die man innerhalb weniger Minuten online herunterladen kann, und Kaktus (von T-Mobile) geht denselben Weg. Wer also den Plastik loswerden möchte, wird heute von den Anbietern nicht mehr aufgehalten – im Gegenteil, sie ermutigen ihre Kunden sanft dazu.

i Die virtuelle SIM (also eSIM) ist nicht dasselbe wie eine virtuelle Telefonnummer. Diese existiert unabhängig von einer SIM-Karte oder einem Telefon. Es handelt sich dabei um einen Dienst, der das Leben jener Nutzer erleichtert, die ihre echte Telefonnummer bei bestimmten Online-Registrierungen nicht angeben möchten.

Mobiltelefone und Geräte mit eSIM

Die Firma Apple war Vorreiter bei eSIM: Seit den iPhone-Modellen XS und XR gehört sie zum Standard. Ab der iPhone-13-Serie können sogar zwei eSIMs gleichzeitig aktiv sein, und das neueste iPhone 16e unterstützt hierzulande die Kombination nanoSIM + eSIM, während die US-Version bereits vollständig auf eSIM-only setzt. Auch die iPads (Pro, Air, mini) und die Apple Watch Cellular sind eSIM-kompatibel und funktionieren somit auch ohne iPhone. Die Aktivierung ist einfach – QR-Code scannen und in wenigen Minuten online sein. Schneller ist wohl nur noch Kaffeekochen.

eSIM, Quelle: pexels.com
Apple war ein Pionier auf dem Gebiet der eSIM, Quelle: pexels.com.

Auch Samsung hält Schritt. eSIM ist hier sowohl in den Galaxy-S-Reihen als auch in den faltbaren Modellen zu finden. Die neuesten Galaxy S25 (Ultra, Plus und Edge) unterstützen Dual eSIM und funktionieren bei Anbietern ohne Einschränkungen.

Samsung Galaxy S25 Ultra, Quelle: Samsung.com.
Samsung Galaxy S25 Ultra, Quelle: Samsung.com.

Auch Google war in dieser Hinsicht schon früh mutig – bereits 2017 mit dem Pixel 2 (in Verbindung mit einem speziellen Tarif). Heute, im Jahr 2025, unterstützt die gesamte Pixel-10-Serie (einschließlich Pro und Pro XL) eSIM. In den USA werden die Geräte als eSIM-only verkauft, außerhalb der USA in hybrider Form mit zusätzlicher nanoSIM.

Die Marke Xiaomi hat die eSIM-Unterstützung erst in neueren Modellen eingeführt, etwa in den Serien Xiaomi 13 und 13T. Heute ist sie auch in der aktuellen Reihe Xiaomi 15 vorhanden – ein klarer Beweis dafür, dass eSIM inzwischen Standard bei allen großen Marken ist. Auch andere Hersteller folgen diesem Trend.

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Smartwatches und eSIM

Die Geschichte der Smartwatches mit eSIM begann 2017, als Apple die Apple Watch Series 3 (Cellular) vorstellte. Damit wandelte sich die Uhr von einer reinen Fernbedienung zu einem eigenständigen Gerät, das Anrufe tätigen, Nachrichten senden und Daten nutzen konnte – selbst wenn das iPhone zu Hause auf dem Ladegerät blieb. Damals war die Unterstützung der Mobilfunkanbieter noch selten und die Aktivierung wirkte fast wie eine geheime Mission. Trotzdem war es ein bedeutender Meilenstein.

Apple Watch, Quelle: Alza.cz
Apple Watch, Quelle: Alza.cz.

Im Jahr 2025 ist die eSIM in Smartwatches längst zum Standard geworden. Sowohl die Apple Watch Series 10 als auch die Ultra 2 funktionieren unabhängig vom iPhone und beherrschen alles – von Telefonaten über Navigation bis hin zu Musikstreaming. Auch die neuesten Samsung Galaxy Watch 8 und Galaxy Watch Ultra bieten dasselbe, und alle drei großen Anbieter unterstützen ihre eSIMs. Weitere Marken wie die Xiaomi Watch 2 Pro LTE schließen sich an. Ob beim Laufen, in der Stadt oder im Meeting – die Uhr genügt. Und mit eSIM am Handgelenk fühlt man sich fast ein bisschen wie James Bond – nur dass man statt eines Lasers im Zifferblatt Spotify und WhatsApp hat, was im Alltag vielleicht sogar praktischer ist.

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Aktivierung der eSIM auf iPhone und Android: schnell und ohne Plastik

Bei Apple ist die eSIM längst selbstverständlich. Neuere iPhones ermöglichen die Aktivierung des Profils direkt bei der Ersteinrichtung – sofern der Anbieter es unterstützt, wird die eSIM digital bereitgestellt, sodass keine Plastikkarte mehr nötig ist. Beim Wechsel von einem älteren iPhone kann die Funktion eSIM Quick Transfer genutzt werden, die das Profil innerhalb weniger Minuten über Bluetooth überträgt. Sollte das nicht funktionieren, bleibt immer noch die klassische Variante – das Scannen eines QR-Codes des Anbieters. Praktisch ist zudem die Möglichkeit, eine physische SIM direkt in den Geräteeinstellungen in eine eSIM umzuwandeln, falls der Anbieter diese Option unterstützt.

Bei Android hängt es vom Hersteller ab, das Prinzip ist aber ähnlich. Samsung, Google, Motorola und Xiaomi ermöglichen das Hinzufügen einer eSIM direkt in den Einstellungen, meist über die Option Mobilfunktarif hinzufügen. Anschließend folgt das Scannen eines QR-Codes, das Einloggen in das Kundenkonto des Anbieters oder die Aktivierung über dessen App. Pixel-Smartphones können beim ersten Einrichten das eSIM-Profil sogar automatisch vom alten Gerät übertragen. Die meisten aktuellen Android-Geräte unterstützen das Speichern mehrerer eSIM-Profile, wobei in der Regel maximal zwei gleichzeitig aktiv sind – etwa geschäftlich und privat, oder ein lokales Datenprofil für Reisen.

eSIM-Verwaltung auf Android eSIM-Verwaltung auf Android eSIM-Verwaltung auf Android
Verwaltung der eSIM unter Android, Samsung Galaxy S25 Ultra, Quelle: eigene Aufnahme.

Wie entfernt man eine eSIM beim Verkauf oder Verleih eines Smartphones?

Da die eSIM keine physische Karte ist, die man einfach aus einem Slot ziehen könnte, muss sie beim Verkauf oder bei einer Leihe des Geräts manuell entfernt werden. Das geschieht entweder durch das Löschen des Profils in den Einstellungen oder durch einen kompletten Werksreset, der alle eSIM-Profile zusammen mit den übrigen Daten entfernt. Eine bloße Zurücksetzung der Einstellungen genügt nicht – das Profil würde im Gerät verbleiben.

Wenn Sie Ihre eSIM auf ein neues Telefon übertragen möchten, müssen Sie in der Regel von Ihrem Anbieter einen neuen Aktivierungs-QR-Code anfordern – aus Sicherheitsgründen kann der ursprüngliche Code nicht erneut verwendet werden. Bei einigen Geräten und Anbietern ist auch ein direkter Transfer der eSIM zwischen zwei Telefonen möglich, sodass kein neuer Code erforderlich ist. Diese Funktion ist jedoch noch nicht universell und hängt von der jeweiligen Kombination aus Anbieter und Gerät ab.

Wenn Sie Ihre eSIM nur vorübergehend schützen möchten, können Sie sie mit einem PIN-Code sperren – genau wie bei einer klassischen Plastikkarte. Der einzige Unterschied: Hier müssen Sie keinen SIM-Schacht suchen, und die Büroklammer darf getrost in der Schublade bleiben, wo sie hingehört.

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Die eSIM entwickelt sich zum Standard. Alle deutschen Anbieter bieten sie bereits an, Apple verkauft manche Modelle ausschließlich mit eSIM, und auch bei anderen Herstellern ist die Technologie fest etabliert. Ab 2026 wird erwartet, dass eSIM den Großteil der klassischen SIM-Karten ersetzt und Plastikkarten allmählich aus dem Alltag verschwinden. Wir dürfen gespannt sein.

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